GAZELLE Pipeline: Auswirkungen der Pipeline auf die Umwelt und die öffentliche Gesundheit

Der größte Teil der Pipeline verläuft unterirdisch durch unbewohnte Gebiete. Da die natürlichen Ressourcen geschützt werden müssen, wird die Pipelinetrasse nicht durch geschützte Gebiete oder andere sensible Standorte (z. B. Natur- oder Baudenkmäler) verlaufen. Aus Umweltschutzgründen wurde eine vorgeschlagene mögliche dritte Route für das Projekt abgelehnt, da diese, im Gegensatz zu den anderen Trassenverläufen, Auswirkungen auf einem speziell geschützten Bereich gehabt hätte. Das primäre Ziel sowohl des Investors aus auch den für die Projektplanung Verantwortlichen ist es, die Landschaft so schnell wie möglich in ihren ursprünglichen Zustand, nachdem die Rohre gelegt worden sind, zurück zu versetzen.

GAZELLE Bauarbeiten (NET4GAS)

Allgemein ist festzustellen, dass Gaspipelines sehr umweltfreundlich sind und weder eine Bedrohung für Grundbesitzer noch für Anwohner darstellen. Soweit das Verbot bestimmter Aktivitäten in einer zwei Meter breiten Schutzzone beiderseits des Rohres von der Mittellinie aus beachtet wird, gewährleisten Lage und technischer Entwurf der Pipeline höchste Sicherheitsstandards. In Waldgebieten wird ein ebenso breiter Streifen beibehalten. Unterirdischer Transport von Gas belastet die Luft nicht wie Straßentransporte, so dass die einzigen Umweltauswirkungen mit den Bauarbeiten selbst verbunden sind – wie etwa Erdaushub, Ausheben des Grabens sowie die Verlegung der Rohre und die nachfolgende Verfüllung des Grabens. Jedoch wird die Rohrleitung nicht vollständig auf einmal verlegt, sondern die Arbeiten bewegen sich kontinuierlich vorwärts, was bedeutet, dass es keine stationäre Baustelle wie etwa im Falle des Baus einer Automobilfabrik oder ähnlichem gibt.

Ebenso kann die Anzahl der für die einzelnen Bauabschnitte benötigten Arbeiter und Maschinen nicht mit jener beim Bau großer Hallen verglichen werden. Alle am Bau beteiligten Maschinen bewegen sich nur innerhalb eines mit Pfählen markierten Arbeitsabschnitts mit einer Breite von 36 m im offenen Gelände und 30 m in bewaldeten Gebieten sowie auf den jeweiligen Zufahrtsstraßen.

Es sind keine gesundheitlichen Probleme bekannt, die mit dem Bau von Gas-Pipelines in der Nähe von Gebäuden verbunden wären. Ihr Betrieb verursacht keine Geräusche oder Staub und sie setzen keine Strahlung frei oder stoßen Abgase in die Luft aus. Auch wird kein Abwasser oder Schadstoffe in Oberflächengewässer eingeleitet, so dass sich keine Auswirkungen auf die Qualität von Oberflächenwasser, Grundwasser oder Wasser-Ressourcen ergeben.

Das tschechische Umweltministerium hat die Genehmigung für die Bauarbeiten auf der Grundlage einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) erteilt, die in Übereinstimmung mit den in Gesetz Nr. 100/2001 Coll. kodifizierten Vorschriften durchgeführt wurde. Gegenstand dieser Studie war die Untersuchung aller denkbaren Auswirkungen des Baus und des Betriebs der Pipeline auf die öffentliche Gesundheit und Umwelt, einschließlich der Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt, Ökosysteme, den Boden, den Wasserhaushalt, die Luft, Klima und Landschaft, der natürlichen Ressourcen, materielle Vermögenswerte und als Kulturerbe ausgewiesenen Stätten.

Sicherheit von Hochdruck-Rohrleitungen

In den mehr als dreißig Jahren, in denen bereits Erdgas aus Russland nach Tschechien transportiert wird, gab es nicht eine einzige Unterbrechung der Versorgung, einen Unfall mit tödlichem Ausgang oder größere Sachschäden.

Dank der Anwendung moderner Technologien und Einhaltung sicherheitstechnischer Anforderungen ist die Explosion einer Pipeline extrem unwahrscheinlich. Zudem unterliegt der Bau von Hochdruck-Rohrleitungen strengen Sicherheitsstandards.

Die für den Bau verwendeten Rohre werden sind aus hochfestem Stahl gefertigt und alle Schweißnähte werden einer entsprechenden Prüfung unterzogen. Ferner werden hydrostatische Tests auf jedem Abschnitt der neuen Pipeline durchgeführt. Zur Vermeidung von Korrosion werden die Rohre und Schweißnähte werkseitig isoliert und mit kathodischem Schutz ausgestattet.

Vor Betriebsaufnahme muss ein „Stress-Test“ durchgeführt werden, bei dem mit Hilfe von Wasserdruck die Dichtigkeit der Rohre, Ventile und anderer Geräte überprüft wird.

Während des Betriebes einer Hochdruck-Pipeline muss ein entsprechendes Programm zur Überwachung und Wartung sorgfältig eingehalten werden. Zudem werden regelmäßige interne Kontrollen durchgeführt, um die Zuverlässigkeit der Pipeline zu gewährleisten.

Dank diesem Verfahren können wesentliche Verschlechterungen oder innere Defekte durch Überwachung von Veränderungen in dem Magnetfeld erkannt werden. Die Messungen werden mit einer als „Pig“ bekannten, speziellen kolbenartigen Inspektionseinrichtung durchgeführt, die sich mit einer Geschwindigkeit von 3 m/s durch die Innenseite der Rohre bewegt. Dieser so genannte Molch wird mit Magneten, Magnetfeld-Sensoren, einem Computer und einem Aufnahmegerät ausgestattet. Durch die Analyse der Messwerte ist es möglich, kritische Punkte in den Rohrleitungen erkennen, so dass nachfolgend entsprechende Wartungsverfahren eingeleitet werden können.

Die Pipeline wird einmal pro Jahr mit einem Reinigungsmolch gereinigt, der in die Rohrleitung an einem Verbindungspunkt eingefügt und während des Betriebes durch den Druck des Gases angetrieben wird. Schmutz und Ablagerungen, die von der inneren Oberfläche der Rohre durch Gummikelche auf dem Molch beseitigt werden, werden am Ende des gereinigten Abschnitts in einen Abscheider und nachfolgend in einen gesicherten Abfalltank eingeleitet. Ein spezialisiertes Unternehmen führt dann die Entsorgung dieser Abfälle durch.

Über NET4GAS:

NET4GAS ist ein zuverlässiger, starker und sicherer Ferngasnetzbetreiber, welcher seinen nationalen und internationalen Partnern die benötigte Transportkapazität zusichert. Allen Gas vertreibenden Gesellschaften wird fairer Zugang zum Gas-Transportsystem gewährt. NET4GAS s.r.o transportiert Erdgas in der Tschechischen Republik mittels eines Pipeline-Netzes mit einer Länge von 3.642 km.

Pressekontakt:

Milan Řepka
Unternehmenssprecher
T: +420 220 225 427
M: +420 739 537 461
E: milan.repka@net4gas.cz

 

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